Glaube
23
Oktober
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Der heilige Johannes von Capestrano (1386-1456) gilt als einer der größten Wanderprediger seines Jahrhunderts. Er war zuerst Richter in Italien und wurde dann Franziskaner. Er wirkte 40 Jahre als Wanderprediger in Deutschland, Böhmen, Mähren, Polen und Österreich. Die Massen strömten zu ihm; auch Päpste und Fürsten schätzten seinen Rat. Ein besonderes Anliegen war Johannes die Rückgewinnung der böhmischen Hussiten. Als Inquisitor verfolgte er jedoch auch andersgläubige Christen und Juden. Dem Kreuzzugsprediger wird zudem ein Beitrag zur Rettung Belgrads gegen die Türken im Juli 1456 zugeschrieben. Gestorben ist er an einer Seuche am 23. Oktober 1456 in Ilok an der Donau, im heutigen Kroatien.
Das Foto zeigt die berühmte Kapistrankanzel an der Rückseite des Stephansdomes in Wien im Oktober 1956 - bei den Jubiläumsfeiern zum 500. Todestag des Heiligen.

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Gebet des Tages

Gott, du Ursprung unseres Heils,
durch die Wiedergeburt in der Taufe
hast du uns gerecht gemacht
und uns befähigt, ewiges Leben zu empfangen.

Schenke uns die Fülle dieses Lebens
in deiner Herrlichkeit.

(aus dem Tagesgebet)

Röm 4, 20-25

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer

Schwestern und Brüder!

Er zweifelte nicht im Unglauben an der Verheißung Gottes, sondern wurde stark im Glauben, und er erwies Gott Ehre, fest davon überzeugt, dass Gott die Macht besitzt zu tun, was er verheißen hat.

Darum wurde der Glaube ihm als Gerechtigkeit angerechnet. Doch nicht allein um seinetwillen steht in der Schrift, dass der Glaube ihm angerechnet wurde, sondern auch um unseretwillen; er soll auch uns angerechnet werden, die wir an den glauben, der Jesus, unseren Herrn, von den Toten auferweckt hat. Wegen unserer Verfehlungen wurde er hingegeben, wegen unserer Gerechtmachung wurde er auferweckt.

Lk 12, 13-21

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

In jener Zeit bat einer aus der Volksmenge Jesus: Meister, sag meinem Bruder, er soll das Erbe mit mir teilen.

Er erwiderte ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Schlichter bei euch gemacht?

Dann sagte er zu den Leuten: Gebt acht, hütet euch vor jeder Art von Habgier. Denn der Sinn des Lebens besteht nicht darin, dass ein Mensch aufgrund seines großen Vermögens im Überfluss lebt.

Und er erzählte ihnen folgendes Beispiel: Auf den Feldern eines reichen Mannes stand eine gute Ernte. Da überlegte er hin und her: Was soll ich tun? Ich weiß nicht, wo ich meine Ernte unterbringen soll.

Schließlich sagte er: So will ich es machen: Ich werde meine Scheunen abreißen und größere bauen; dort werde ich mein ganzes Getreide und meine Vorräte unterbringen.

Dann kann ich zu mir selber sagen: Nun hast du einen großen Vorrat, der für viele Jahre reicht. Ruh dich aus, iss und trink, und freu dich des Lebens! Da sprach Gott zu ihm: Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann all das gehören, was du angehäuft hast? So geht es jedem, der nur für sich selbst Schätze sammelt, aber vor Gott nicht reich ist.

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